Studenten WG's in München finden
Für jeden Studenten, der nicht aus München und Umgebung kommt und somit nicht die Möglichkeit hat, sich vorerst noch im Hotel Mama nach allen Regeln der Kunst verwöhnen zu lassen, gibt es nur wenige Optionen bezüglich der Wohnungsfindung.
- Option 1: Mach den Lindenberg und wohne im Hotel. Nur wenige werden hierzu den finanziellen Spielraum haben, ergo (fast) ohne Bedeutung.
- Option 2: Das Schwesternwohnheim. Fast jeder kennt über zehn Ecken jemanden, dessen Onkel zweiten Grades einen Bekannten in der Leitung eines solchen Wohnheims hat. Sehr schön billig, obendrein geht es dort schön gesittet zu. Für so manchen jedoch zu gesittet, daher ist
- Option 3 oft am attraktivsten: Die Studenten-WG.
Auf der Suche nach der geeigneten Wohnung wird man allerdings mit so manchem Problemchen konfrontiert. Ideal sind natürlich Wohnungen irgendwo zwischen Karlsplatz und der Münchner Freiheit aufgrund der Nähe zu TU und LMU, dementsprechend reißen sich die Studenten um WG-Plätze z.B. in der Türkenstraße.
Es ist keine Seltenheit, dass sich am Tag nach einem entsprechenden Inserat ein halbes Dutzend Studenten vor dem Eingang drängelt und sich streiten, wer das erste Bewerbungsrecht hat. Deshalb gilt die Regel: Immer so schnell melden wie möglich. Dies gilt auch für den Zeitpunkt der Wohnungssuche. Da in München recht viele Leute von außerhalb kommen, ist der Zeitraum von August bis Oktober ein eher ungünstiger für die Wohnungssuche, da es zu dieser Zeit sehr viele Bewerber für wenige freie Plätze gibt. 20 und mehr Bewerber sind keine Seltenheit.
Hat man eine schöne Wohnung gefunden, so werden vor allem Studenten, die aus günstigeren Regionen wie den neuen Bundesländern kommen, erst einmal schlucken. Denn die Preise in der Münchner Innenstadt sind durchaus gesalzen. Mieten von 400 bis 500+ Euro sind durchaus üblich, unter eine Warmmiete von 300 Euro kommt man nur, indem man beinahe aufs Land zieht. Notgedrungen weichen deshalb viele auf Stadtteile wie Sendling aus, von denen man per U6 auch in Minutenschnelle im Zentrum ist. In München ist es auch ratsam, sich im Uni-Umfeld gut umzuhören, da die meisten WGs nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern im erweiterten Bekannten- oder Freundeskreis vergeben werden. Auch deshalb sollten schnell Kontakte geknüpft werden.